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Auf die Kritik am Akkreditierungsverfahren beim NSU-Prozess hat das Oberlandesgericht (OLG) München überraschend schnell reagiert.

»Es war nicht schwer, das Verfahren so zu ändern, dass nun alle Journalisten über den Prozess gleichberechtigt berichten können«, teilte die Pressestelle des Münchner Gerichtes mit.

Alles Gesagte im Prozess werde Wort für Wort in Steintafeln gemeistert, sagte eine Pressesprecherin des OLG. Das dauere zwar, aber dafür könnten sich Interessierte auch noch in 2000 Jahren über den Prozess informieren.

Die Skywalker-Verschwörung

War die Zerstörung des Todessterns ein Inside-Job? Das Video "Luke's Change" ist eine herrliche Parodie auf Verschwörungstheorien:



Die bittere Wahrheit über weiße Fahrradfahrerinnen

Heute bin ich - von der Frühschicht kommend - Zeuge geworden, wie um ca. 14:15 Uhr an der Oranienstr./Ecke Lobeckstr. in Berlin-Kreuzberg eine junge, eindeutig als Bleichgesicht, Kalkleiste, Kartoffel bzw. Weiße zu identifizierende weibliche Person in hohem Tempo mit einen Hightech-Gerät von Fahrrad auf dem Bürgersteig fahrend in rüpelhaftester Weise einen türkischstämmigen Herrn fortgeschrittenen Alters massiv abdrängte - dieses tat, obwohl ein Fahrradweg an der Straße vorhanden ist, der 1) in okaynem Zustand und 2) auf Sichtweite in beide Richtungen frei von anderen Fahrrädern bzw. parkenden PKWs/LKWs bzw. (dumm herumstehenden) Fußgängern war.

Keinen hemmenden Einfluss auf ihre Rücksichtslosigkeit hatte, dass der ältere Herr (und - nebenbei bemerkt - meine Wenigkeit, die sich etwa 3 Meter hinter dem Herrn befand) nicht zu übersehen war (wir beide waren die einzigen "Weichziele" für Fahrradrüpel im Umkreis von etwa 50 Metern).

Sie bemerkte die Folgen der Tat auch, hielt es dennoch nicht für nötig, sich zu entschuldigen, sondern suchte lieber, Fahrerinnenflucht begehend, das Weite.

Da habe ich mich wieder 'mal gefragt: Wo lebe ich eigentlich? Ist das noch meine Stadt? Schwindet mein „Hier-bin-ich-zu-Hause-Gefühl“? Müssen sich ältere und alteingesessene türkischstämmige Herren und Damen von Angehörigen der Parallelgesellschaft bleichgesichtiger, mit zweirädrigen Rennmaschinen ausgestatteter, junger (weiblicher) Kreuzberger Rüpel über den Haufen fahren lassen? Bin ich der nächste, den es trifft?

Mir reicht es! Über diese Sorte flegelhafter Arschlöcher schreibe ich ein Buch: "KREUZBERG IST ÜBERALL"

P.S.: Selbstverständlich meint der beschriebene Sachverhalt nicht alle Weißen, Frauen bzw. RadfahrerInnen.

Eurokrisen-Filme: Titel gesucht...



Dass die Eurokrise ein Thriller, ein Drama ist, hat twitterer inspiriert, nach Titeln für eine Verfilmung zu suchen (#eurokrisenfilme). Pickelhering schlägt folgende vor:
Einige meiner Favoriten: Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bonds zu liebenMit Rettungsschirm, Charme und Melone / Night of the Living Debt / Saving Private Banks / Der Weiße Kredithai / WALL·€ - Der letzte räumt die Kasse aus / Liebling, ich habe das BIP geschrumpft  / Täglich grüßt der Insolvenzverwalter / EU-Turn - Kein Weg zurück / Catch Me If EU Can / 2010 - das Jahr in dem wir Kredit aufnehmen

Mehr: Pickelhering auf twitter

Gauck vom Hindukusch gefallen



Deutschlands Staatsoberhaupt ist von einer Gratwanderung auf dem Noshak nicht zurückgekehrt. Mit 7.485 Metern ist der Noshak Afghanistans höchster Berg und der zweithöchste des Hindukusch. Bewohner eines Dorfes berichten, sie hätten einen sichtlich altersverwirrten Mann auf den Gipfel steigen sehen. Oben angekommen, soll "der Irre" immer wieder verzweifelt gerufen haben: "Warum wollt ihr den totalen Krieg nicht?", sagen Ohrenzeugen. Dann sei der Mann vom Berg gefallen.

Gauck hielt sich in Afghanistan auf, um seine Glücksucht therapieren zu lassen.

Der Bundespräsident steht bei allen Parteien außer der LINKEN in dem Ruf, ein geübter Gratwanderer zu sein. Von einem Fehltritt wollten die Vorsitzenden von CDU, FDP, SPD und Grünen deshalb nicht sprechen. Es sei schwer zu ertragen, dass es wieder einen Gefallenen gebe, erklärte die Bundeskanzlerin sichtlich bestürzt.

Der bekannte Extrembergsteiger Reinhard Mässner kritisierte hingegen, dass sich Laien, die vom Fallen nichts verstünden, immer wieder überschätzen würden. "Gauck hat sich offenbar am Aufstieg berauscht und ist höhenkrank geworden. Er hat die unangenehmen Seiten des Bergwanderns einfach verdrängt", kommentierte Mässner gegenüber dem Magazin SPINNER ONLINE trocken.

Im Gegensatz zu ihrem Staatsoberhaupt ist einer Mehrheit der Bundesbürger bewusst, wie gefährlich der Einsatz von Bergwanderern im Ausland ist. Laut einer aktuellen Umfrage fordern zwei Drittel der Befragten einen schnelleren Abzug des Deutschen Alpenvereins aus Afghanistan.

TETRIS - der Film

Wenn das Spiel "Schiffe versenken" verfilmt wird, warum nicht auch TETRIS? So könnte das aussehen, dachte sich Warialasky. Den Fun-Trailer ansehen und Bauklötze staunen:


(via David Uebel / Link zum Video)

Da fällt die (NRW-)Wahl leicht

Humor haben sie, die NRW-LINKEN. Pickelhering drückt den Genossinnen und Genossen beide Daumen für die morgige Landtagswahl.


Im Bild: Katharina Schwabedissen, Spitzenkandidatin der NRW-LINKEN. (Fotoquelle: DIE LINKE auf facebook)

Curry ohne Wurst ist SPD

Über die Werbewirkung des Wahlplakates der NRW-SPD "Currywurst ist SPD" streiten sich die PR-Experten. Dazu will ich mich nicht äußern. Der Bloggerkollegge kopperschlaeger.net hingegen betrachtet die Sache aus einem Blickwinkel, der erwähnenswert ist. Er vergleicht den Preis für die auf dem Plakat abgebildete Mahlzeit (in seinem Beispiel - plus Getränk - sind es 4,60 Euro) mit dem im Regelsatz eines Hartz-IV-Empfängers vorgesehenen Anteil für Ernährung:

"(...) Der monatliche Regelsatz eines (erwachsenen) ALG II-Empfängers beinhaltet 128,46 Euro monatlich für Ernährung, also täglich rund 4,25 Euro für Nahrung und alkoholfreie Getränke. Für Kinder (7-14 Jahre) sind es gar nur 3,22 Euro pro Tag, die für Nahrung und Getränke zur Verfügung stehen. Fazit: Die SPD ist für Erwerbslose, Aufstocker und Geringverdiener schlichtweg unbezahlbar! (...)" Den ganzen Beitrag auf kopperschlaeger.net lesen...

Fazit: Der Plakat-Slogan bedarf einer Korrektur: "Curry ohne Wurst ist SPD."

Kristina Schröder und die Goldene Schürze

Frauenministerin Kristina Schröder hat mit Herdprämie und ihrem Buch "Danke, emanzipiert sind wir selber" im Sturm die Herzen aller Mütter erobert. "Extra 3" hat ihr daher die "Goldene Schürze" verliehen und jene interviewt, die Schröder reich beschenkt hat. Video ansehen...

Zum Extra 3-Video

Extra 3: "Können Sie einmal in die Kamera sagen: 'Kristina Schröder ist eine gute Ministerin, weil..."
Frau: "Ich glaub', das krieg' ich nicht hin."

Schilda gegen Sensenmann



Die italienische Kleinstadt Falciano del Massico hat keinen Friedhof. Wie löst man das Problem? Ganz einfach: Der Stadtrat hat den Bürgern das Sterben verboten. Grund für den kuriosen Beschluss ist offenbar ein "logistischer" Streit mit einer Nachbargemeinde, die einen Friedhof hat.

Rebellen beim Eurovision Song Contest



Beim Eurovision Song Contest wird Portugal von einer Rebellencombo vertreten, die mit viel Humor der sozialen Protestbewegung des Landes eine Stimme gibt. Mit ihrem Song »A luta é alegria« (zum Video...) bringt die politische Comedyband »Homens da Luta« Schwung in den Musikwettbewerb.

Pickelherings marx21-Redaktionskollege Yaak Pabst beschreibt, wie es dazu kam, dass die Spaßguerilla gegen Sparpakete nun in Düsseldorf auftreten wird. Auf einer Pressekonferenz stellte sich die Band den Fragen der Journalisten - mit einem ungewöhnlichen kabarettistischen Auftritt (siehe Video oben). Pickelhering drückt »Homens da Luta« beide Daumen.

Der ungenießbare Genosse



Die SPD hat im Fall Sarrazin das getan, was sie am Besten kann: einknicken. Gegenüber den Arbeitgeberverbänden hat sie das lange eingeübt: Ob Sozial- und Umweltpolitik, Privatisierungen oder Börsengang der Bahn: Wenn das Kapital ein Stöckchen hochgehalten hat, ist die SPD drüber gesprungen. Sarrazin hingegen musste nicht einmal den Dresseur spielen. Eine dürre Erkärung, die nichts erklärt, reichte aus. Pickelhering über das abgeblasene Parteiausschluss-Verfahren

Wir sind nicht dumm

Niklas aus meiner Anti-AKW-Gruppe "Anti Atom Berlin" hatte die Idee zu dem folgenden Clip, der parodiert, wie uns die Atomindustrie für dumm verkaufen will. Gelungen, finde ich:



Webseite zum Clip: dubistdumm.com

Mach mit:
  • Nächste Gelegenheit zum Protest gegen die Atommafia: Zu den diesjährigen Ostermärschen rufen Friedens- und Anti-Atom-Bewegung gemeinsam auf. Aktionen und Termine vor Ort findest du ::: hier ::: 
  • Zum 25. Jahrestag von Tschernobyl findet ein bundesweiter Aktionstag mit Demonstrationen vor Atomkraftwerken statt. Mehr Infos auf der Aktionsseite www.tschernobyl25.de

Restrisiko? Trotzdem!

Pickelherings kleiner Bildbeitrag zur Energiedebatte:

Von: pickelhering-online.de / CC BY-NC-SA 3.0
(CC BY-NC-SA: pickelhering-online.de)

Warum Deutsche über ihren Stuhlgang grübeln

Scheiße passiert nicht einfach: Wie man am Umgang mit Kot die drei ideologischen Hauptströmungen des frühen Bürgertums in Europa unterscheiden kann, erläutert der Philosoph Slavoj Žižek in einem lustigen Vortrag über die Unterschiede zwischen französischen, englischen und deutschen Toiletten:

"Rainer Brüderle ist ein RIESENA..."

Georg Hassknecht über den "peinlichen Opa" Brüderle und das Atom-Statement des Wirtschaftsministers.



(Credit: ZDF heute show // Gernot Hassknecht)

"Fukushima retten" für Kinder

Es ist nichts dagegen einzuwenden, Kindern die Reaktorkatastrophe von Fukushima zu erklären. Zumindest kann man es versuchen. Schließlich machen sich kids so ihre eigenen Gedanken. Und die sollte man ernst nehmen. Der "Nuclear Boy"-Clip des Medienkünstlers Kazuhiko Hachiya allerdings ist eine glatte Unverschämtheit. Er verharmlost nicht nur die Katastrophe, sondern hält alle Kinder offenbar für geistig behindert:


(via Spiegelfechter.com)

Meltdown der Atompropaganda

Zum Vergrößern anklicken
Das wahre Ausmaß der nuklearen Katastrophe in Fukushima kann man nur erahnen. Weder der Betreiber der Atomkraftwerke TEPCO noch die japanische Regierung informieren die Öffentlichkeit korrekt. Sie gefährden damit Gesundheit und Leben vieler Menschen.

Das Festhalten an der Kernenergie und die damit verbundene Politik des Verschweigens und Verharmlosens hat der britische Karikaturist Leon Kuhn aufs Korn genommen (zum Vergrößern Bild anklicken).

Kuhn ist vor allem für seine Anti-Kriegs-Cartoons bekannt. Mehr von Leon Kuhn...

Guttenbergs Zapfen



Wenn heute Abend Guttenbergs Zapfen gestrichen wird (oder wie das heißt), dann wird auf seinen Wunsch auch "Smoke on the water" gespielt. Das geht gar nicht. Schließlich handelt der Song von einer Beinahe-Katastrophe, verursacht durch einen Brand.

Obwohl: Man könnte zum Song einen dramatischen Clip einspielen, der Rauchschwaden bei der Bombardierung von Kundus zeigt. Dann passt es wieder.

Oder Guttenberg disponiert noch um und sucht sich etwas anderes aus. Wie wär's mit Beck: "I'm a loser baby, so why don't you kill me?"

[update: Dass die ARD den Zapfenstreich live übertragen und ARD-Haupstadtstudioleiter Deppendorf seinem Namen alle Ehre gemacht hat, kommentiert die taz sehr schön: "Marienhof mit Marschmusik"]

[updateupdate: Extra 3 hat eine twitter-Umfrage gestartet, um passende Songs fürs Zapfenstreichen zu ermitteln. Hier eine Auswahl...] 

(Thanx an bootboss für die Inspiration)

Spaßguerilla gegen Guttenberg

Großartige Aktion der Hedonistischen Internationalen: Satirische Pro-Guttenberg-Demo in Berlin. Der Anmelder verzieht keine Miene, während er die Reporterin veräppelt. Und einige echte Pro-Guttenberg-Stoffel im Hintergrund merken nicht, dass sie hier nach Strich und Faden verarscht werden. Herrlich.

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