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Keine Ruhe an der Atomfront


Bei den Verhandlungen zur Endlagersuche demonstrierte die Anti-Atom-Bewegung am 9. April gegen den absehbaren Parteienkompromiss zwischen Union, SPD und Grünen. (Fotos: Frank Eßers / Direktlink zum Fotoalbum)

Mit dem Kompromiss zur Endlagersuche haben sich Union, SPD und Grüne auf ein dubioses Verfahren geeinigt. Anti-Atom-Proteste sind deshalb so nötig wie in der Vergangenheit, meint Pickelhering

Vattenfall den Stecker ziehen

Schluss mit Abzocke und Stromsperren: Knapp 24.000 Unterschriften sind für das Volksbegehren zur Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung gesammelt worden, 200.000 müssen es bis Anfang Juni werden. Dabei können auch Menschen aus anderen Städten helfen. Von Michael Efler

Betankt die Maschinen


Bendito Machine Teil 4: Fuel the Machines

In der digitalen Animationsfilmreihe »Bendito Machine« erzählt der spanische Künstler Jossie Malis eindringliche Geschichten über Macht, Geld, Krieg und die fast religiöse Verehrung der Technik. Im aktuellen, vierten Teil der Serie nimmt Malis das auf Öl basierende Transportsystem und seine ökologischen Folgen unter die Lupe.

Unschuldig wirken sie und tolpatschig in ihrem Bestreben, sich das Leben einfacher zu machen. Die Figuren in der Bitfilmreihe »Bendito Machine« können nicht ohne ihre Maschinen leben, verehren sie wie Götter und bauen immer kompliziertere. Organisiert wird der Technikboom von einer kleinen Minderheit geldgieriger, brutaler und ziemlich hirnlos wirkender Anführer. Deren einziges Bestreben scheint es zu sein, die Welt in eine Riesenmaschine zu verwandeln und daraus möglichst viel Profit zu schlagen.


Über den E-Mail-Verteiler der Anti-Atom-Gruppe, in der ich aktiv bin, erreichte mich heute eine Mail von einem Kernkraftgegner aus Japan. Sie ist an Anti-AKW-Aktivisten in Deutschland gerichtet und informiert über den Stand der Anti-Atom-Bewegung in Japan. Dort sind seit dem Wochenende alle Kernkraftwerke heruntergefahren.

In seiner Mail berichtet der Verfasser über eine wachsende Stimmung gegen Kernkraft, aber auch über Schwierigkeiten, vor der die Anti-Atom-Bewegung in Japan steht. Er betont, wie wichtig die Unterstützung der Aktivisten in Japan durch die Anti-AKW-Bewegung in Deutschland ist. Im Folgenden dokumentiere ich seinen Bericht:

Swelter - Gluthitze


(Link zum Video)

Klimawandel spielt in dystopischen Filmen immer wieder eine Hauptrolle. Zuletzt in John Hillcoats apokalyptischem Drama "The Road" und in Tim Fehlbaums Endzeit-Thriller "Hell". Doch es muss nicht gleich ein abendfüllender Streifen sein. Jacob Streileins kurzer Animationsfilm "Swelter" schafft es in nur zweieinhalb Minuten und ohne Dialog, das Thema auf den Punkt zu bringen - auch dank der spannenden musikalischen Untermalung.

Großprojekt der Gentrifizierung



Das Areal des ehemaligen Tempelhofer Flughafens wird von den Berlinern vielfältig und unter eigener Regie genutzt. Doch damit könnte in absehbarer Zeit Schluss sein. Der schwarz-rote Senat plant einen Ausverkauf des Geländes an Privatinvestoren. Kommt er damit durch, werden höhere Mieten und die Verdrängung von sozial Schwachen das Ergebnis sein. In den betroffenen Kiezen haben Anwohner begonnen, Widerstand zu organisieren.

Atommüll: Kein Endlager in Gorleben!

Umweltminister Röttgen verhandelt mit SPD und Grünen über ein Atommüll-Endlager. Doch Gorleben als potentieller Standort ist immer noch nicht vom Tisch. Und auch die Tricksereien bei der Suche nach einem Endlager sind damit nicht beendet. 

Deshalb ist es richtig, dass die Anti-AKW-Bewegung am 28. April in Gorleben demonstriert, meint Pickelhering.

"Nichts bleibt, wie es ist": MARX IS' MUSS-Kongress

"Die Welt ist in Aufruhr. Nichts bleibt, wie es ist": Vom 7. bis 10. Juni 2012 findet in Berlin der MARX IS' MUSS-Kongress statt - organisiert vom marx21-Magazin.

Dort halte ich am 8. Juni (Freitag) das Referat zur Diskussionsveranstaltung "Green New Deal: Möglichkeiten und Grenzen des grünen Kapitalismus".

Hier das Mobilisierungsvideo zum Kongress - Like it? Share it!


Mehr im Internet:

[Link zur Fotostrecke]

Anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichts von Vattenfall für das Jahr 2011 demonstrierten am gestrigen Donnerstag mehrere Dutzend Aktivist/innen von Anti Atom Berlin, Für eine linke Strömung (FelS), Gegenstrom Berlin, NaturFreunde Berlin, weiteren Initiativen sowie Einzelpersonen vor der Vattenfall Europa AG in der Chausseestraße gegen die Strukturen des herrschenden Energiesystems.

Unter dem Motto "Vattenfall in die Tonne! Energiesystem demokratisieren!" machten sie ihre Kritik an der monopolistischen und profitorientierten Ausrichtung des Konzerns deutlich und forderten zugleich eine Neuausrichtung des Energiesystems entlang von sozialen und ökologischen Leitlinien sowie unter demokratischer Kontrolle.

Merkels »Atomausstieg« ist eine Mogelpackung



An den Anti-Atom-Protesten in Brokdorf haben sich weniger beteiligt als erwartet. Das liegt auch daran, dass Grüne und SPD Zustimmung zum angeblichen »Atomausstieg« der Bundesregierung signalisieren. Doch dieser ist weder unumkehrbar noch leitet er eine ökologische Energiewende ein. Pickelhering über den Erfolg der Anti-AKW-Bewegung, die Fallstricke des Regierungsbeschlusses und das Umfallen von Grünen und SPD

"Mit den Atomkonzernen anlegen"

Anfang der Woche legte die Reaktorsicherheitskommission ihren Bericht vor. Die hessische Landtagsabgeordnete Janine Wissler (LINKE) wirft ihr vor, sich wegzuducken und fordert klare Ansagen zum Atomausstieg. Ihre Rede im Wortlaut
Wie stümperhaft der Bericht der Reaktorsicherheitskommission zur Sicherheit der Kernkraftwerke in Deutschland ist, beschreibt beschreibt stern.de treffend: "116 Seiten für die Tonne"

28. Mai: Großdemos gegen AKWs in 21 Städten

Zur Demo-Seite...

Dresden - Erfurt - Magdeburg - Berlin - Rostock - Kiel - Hamburg - Bremen - Hannover - Göttingen - Münster - Essen - Bonn - Mainz - Frankfurt am Main - Mannheim - Freiburg - Ulm - München - Landshut - Fürth

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat erneut gezeigt: Atomkraft ist unbeherrschbar und birgt ein tägliches, tödliches Risiko. Hunderttausende gehen deshalb in diesen Monaten bundesweit auf die Straße und fordern entschieden den Atomausstieg. Die Bundesregierung aber will erst im Juni beschließen, welche Konsequenzen sie aus Tschernobyl und Fukushima zieht.

In Wahrheit wird der öffentliche Druck bestimmen, ob jetzt endlich Schluss mit der gesamten Atomindustrie ist. Unsere Chance, den Ausstieg durchzusetzen, war daher noch nie so groß. Wir wollen am 28. Mai mit zigtausenden Menschen ein kraftvolles Signal an die Regierung senden. Nach Fukushima gibt es nur noch eine Richtung und die heißt: Alle AKW abschalten – sofort und endgültig!

Komm mit zu einer der Großdemonstrationen in deiner Nähe und protestiere! Mehr Infos: www.anti-atom-demo.de

Kurzfilm gegen Atompropaganda an Schulen

Als das badenwürrtembergische Kultusministerium mit dem Atomenergiekonzern EnBW einen Schülerwettbewerb ausgerufen hat, haben die Schüler einer 9. Klasse an der Neumattschule in Lörrach sich nicht vereinahmen lassen. Ihr "Wettbewerbsbeitrag" ist ein Kurzfilm gegen Atomkraft - und eine unmissverständliche Antwort auf den Greenwashing-Versuch ENBWs. Pickelhering meint: Beide Daumen hoch!

Uranerzbergbau: Die unbekannte Seite der Atomenergie



Bei der gestrigen Vorführung von Joachim Tschirners Dokumentarfilm "Yellow Cake - Die Lüge von der sauberen Energie" im Berliner Babylon-Kino war auch "Anti Atom Berlin" mit einem Infostand im Foyer vertreten.

Während der Film über die Hintergründe des Uranerzbergbaus und seine schlimmen Folgen für Mensch und Natur aufklärt, konnten sich die Kinogänger bei "Anti Atom Berlin" über Möglichkeiten informieren, einen Beitrag zum Ausstieg aus der Kernkraft zu leisten.

Wenn Du möchtest, dass der Film auch in einem Kino in Deiner Nähe gezeigt wird, kannst du eine Filmvorführung organisieren - auch mit anschließender Diskussion in Anwesenheit des Regisseurs. Mehr Infos: www.yellowcake-derfilm.de


An den Großdemonstrationen der Anti-Atom-Bewegung am Ostermontag anlässlich des 25. Jahrestages der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl haben sich 144.500 Menschen beteiligt. Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
"Die große Beteiligung an den Protesten zeigt, dass die Bevölkerung der Regierung in Sachen Atomausstieg nicht traut. Nur über die alten Meiler zu reden, obwohl auch die neueren Anlagen nicht gegen die Kernschmelze oder gegen Flugzeugabstürze abgesichert sind, ist einfach unglaubwürdig. Die hundertausendfache Forderung des heutigen Tages lautet: Alle AKW müssen stillgelegt werden."
Die nächsten Massenproteste sind bereits in Vorbereitung. Am 28. Mai, kurz vor der Entscheidung des Bundeskabinetts über ein neues Atomgesetz, wird in etwa 20 Großstädten unter dem Motto "Atomkraft: Schluss!" demonstriert werden. Und für Mitte Juni, wenn Bundestag und Bundesrat über die Zukunft der Atomenergie entscheiden, wird es an mehreren AKW-Standorten mehrtägige Blockadeaktionen geben.
Pickelhering hat heute am Ostermarsch in Berlin teilgenommen. Erstmals seit Jahrzehnten gingen heute bundesweit Friedens- und Anti-Atombewegung wieder gemeinsam auf die Straße. Denn Atombomben und Atomkraftwerke sind zwei Seiten derselben Medaille. Es gibt keine Trennung zwischen angeblich ziviler und der militärischen Nutzung der Kernkraft.



In Berlin (siehe Diashow) demonstrierten nach Angaben der Veranstalter 4000 Menschen. Die Demonstration startete vor der Zentrale des Energiekonzerns Vattenfall, der auch AKWs betreibt, zog an den Zentralen der Atomenergiekonzerne EnBW und Eon vorbei und endete am Potsdamer Platz. Der Protest richtete sich außerdem gegen den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan und gegen die militärische Intervention des Westens in Libyen.

Da ich das Transparent von "Anti Atom Berlin" mitgetragen habe, konnte ich dieses Mal leider keine Fotos machen. Die obige flickr-Diashow stammt von: ©Bernd Sauer-Diete/bsd-photo-archiv.de

Wir sind nicht dumm

Niklas aus meiner Anti-AKW-Gruppe "Anti Atom Berlin" hatte die Idee zu dem folgenden Clip, der parodiert, wie uns die Atomindustrie für dumm verkaufen will. Gelungen, finde ich:



Webseite zum Clip: dubistdumm.com

Mach mit:
  • Nächste Gelegenheit zum Protest gegen die Atommafia: Zu den diesjährigen Ostermärschen rufen Friedens- und Anti-Atom-Bewegung gemeinsam auf. Aktionen und Termine vor Ort findest du ::: hier ::: 
  • Zum 25. Jahrestag von Tschernobyl findet ein bundesweiter Aktionstag mit Demonstrationen vor Atomkraftwerken statt. Mehr Infos auf der Aktionsseite www.tschernobyl25.de

Energie: Die Wende zum Grünen



Ein zügiger Atomausstieg ist möglich. Dafür müssen weder die Stromkunden noch das Klima belastet werden. Pickelhering skizziert, wie ein Ausstieg aus der Kernkraft funktionieren kann - und wer ihn bezahlen sollte.

Restrisiko? Trotzdem!

Pickelherings kleiner Bildbeitrag zur Energiedebatte:

Von: pickelhering-online.de / CC BY-NC-SA 3.0
(CC BY-NC-SA: pickelhering-online.de)

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