Seitdem Quentin Tarantinos Film »Django Unchained« in den Kinos läuft, wird wieder über den Italo-Western gesprochen. Das Genre gilt als Trash. Zu Unrecht: Denn es behandelt ein Thema, das im klassischen Western fehlt. Von Pickelhering
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Seitdem Quentin Tarantinos Film »Django Unchained« in den Kinos läuft, wird wieder über den Italo-Western gesprochen. Das Genre gilt als Trash. Zu Unrecht: Denn es behandelt ein Thema, das im klassischen Western fehlt. Von Pickelhering
War die Zerstörung des Todessterns ein Inside-Job? Das Video "Luke's Change" ist eine herrliche Parodie auf Verschwörungstheorien:
Bendito Machine Teil 4: Fuel the Machines
In der digitalen Animationsfilmreihe »Bendito Machine« erzählt der spanische Künstler Jossie Malis eindringliche Geschichten über Macht, Geld, Krieg und die fast religiöse Verehrung der Technik. Im aktuellen, vierten Teil der Serie nimmt Malis das auf Öl basierende Transportsystem und seine ökologischen Folgen unter die Lupe.
Unschuldig wirken sie und tolpatschig in ihrem Bestreben, sich das Leben einfacher zu machen. Die Figuren in der Bitfilmreihe »Bendito Machine« können nicht ohne ihre Maschinen leben, verehren sie wie Götter und bauen immer kompliziertere. Organisiert wird der Technikboom von einer kleinen Minderheit geldgieriger, brutaler und ziemlich hirnlos wirkender Anführer. Deren einziges Bestreben scheint es zu sein, die Welt in eine Riesenmaschine zu verwandeln und daraus möglichst viel Profit zu schlagen.
(Link zum Video)
Klimawandel spielt in dystopischen Filmen immer wieder eine Hauptrolle. Zuletzt in John Hillcoats apokalyptischem Drama "The Road" und in Tim Fehlbaums Endzeit-Thriller "Hell". Doch es muss nicht gleich ein abendfüllender Streifen sein. Jacob Streileins kurzer Animationsfilm "Swelter" schafft es in nur zweieinhalb Minuten und ohne Dialog, das Thema auf den Punkt zu bringen - auch dank der spannenden musikalischen Untermalung.

Das Areal des ehemaligen Tempelhofer Flughafens wird von den Berlinern vielfältig und unter eigener Regie genutzt. Doch damit könnte in absehbarer Zeit Schluss sein. Der schwarz-rote Senat plant einen Ausverkauf des Geländes an Privatinvestoren. Kommt er damit durch, werden höhere Mieten und die Verdrängung von sozial Schwachen das Ergebnis sein. In den betroffenen Kiezen haben Anwohner begonnen, Widerstand zu organisieren.
Das Konzept der Guerilla-Gärtnerei ist die Kombination aus sozialem bzw. politischem Protest mit der selbstorganisierten Begrünung von Städten. Guerilla-Gärtner praktizieren auch Formen grüner Street-Art, zum Beispiel Graffiti aus Moos. Spiegel Online hat in Köln zwei "urbane Gärtner" begleitet (Video).
[via Büromaterial / Link zum Video]
Das ist eine Oscarnominierung wert: Nicolas Cage "spielt" John Cages 4'33".
Beim Eurovision Song Contest wird Portugal von einer Rebellencombo vertreten, die mit viel Humor der sozialen Protestbewegung des Landes eine Stimme gibt. Mit ihrem Song »A luta é alegria« (zum Video...) bringt die politische Comedyband »Homens da Luta« Schwung in den Musikwettbewerb.
Pickelherings marx21-Redaktionskollege Yaak Pabst beschreibt, wie es dazu kam, dass die Spaßguerilla gegen Sparpakete nun in Düsseldorf auftreten wird. Auf einer Pressekonferenz stellte sich die Band den Fragen der Journalisten - mit einem ungewöhnlichen kabarettistischen Auftritt (siehe Video oben). Pickelhering drückt »Homens da Luta« beide Daumen.
Zur Erheiterung (oder zum Kopfschütteln): Ein Song aus der Oldieabteilung "Ins Gehirn geschissen und vergessen, umzurühren".
"Wir" erschien 1966 als Lied gegen die aufkommende linke Protestbewegung. Heute schämt sich Freddy Quinn für dieses üble Machwerk.
"Wir" erschien 1966 als Lied gegen die aufkommende linke Protestbewegung. Heute schämt sich Freddy Quinn für dieses üble Machwerk.
Scheiße passiert nicht einfach: Wie man am Umgang mit Kot die drei ideologischen Hauptströmungen des frühen Bürgertums in Europa unterscheiden kann, erläutert der Philosoph Slavoj Žižek in einem lustigen Vortrag über die Unterschiede zwischen französischen, englischen und deutschen Toiletten:
Großartige
Aktion der Hedonistischen Internationalen: Satirische
Pro-Guttenberg-Demo in Berlin. Der Anmelder verzieht keine Miene,
während er die Reporterin veräppelt. Und einige echte
Pro-Guttenberg-Stoffel im Hintergrund merken nicht, dass sie hier nach
Strich und Faden verarscht werden. Herrlich.
Eine Neujahrsansprache ganz nach dem Geschmack eines Pickelherings:
"...Volk von Absurdistan! Träger der grammatikalischen Unterwanderung und Zersetzung des deutschen Zusammenhangs sind nicht Kopftuchmädchen, sondern Radiomoderatoren, Stammtischpropheten und frustrierte Beamtenärsche..."
Wenn die Zanni gegen die Vecchi revoltieren, braucht das auch einen Soundtrack. Den liefert die französische Rapperin Keny Arkana. Und was für einen!
Der italienische Street-Art-Künstler BLU hat wieder in Berlin gearbeitet. Zwei neue Werke sind das Ergebnis. BLUs Murals, großflächige Wandmalereien, sind weltweit bekannt. Seine Spezialität sind allerdings Stop-Motion-Filme, mit denen er die Figuren seiner Murals zum Leben erweckt (siehe Video).
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