Hartnäckig hält sich in den Medien das Vorurteil, dass der Westen Diktatoren als Bollwerk gegen Islamisten stützt. So schreibt Spiegel Online heute:
"Der Westen dagegen fürchtete über Jahre nichts mehr als ein Erstarken der Islamisten - und stützte nicht zuletzt deshalb die autoritäre Herrschaft Mubaraks." (Quelle...)
Es stimmt, dass der Westen kein Problem mit Diktaturen hat. Doch darunter sind auch muslimisch-fundamentalistische wie z.B. Saudi-Arabien. Auch hat der Westen kein Problem damit, islamistische Bewegungen zu fördern, wenn dieses in seinem Interesse liegt - z.B. vor 1989 im Einflussbereich der UdSSR, um diese zu destabilisieren. Aus einer solchen Bewegung sind die Taliban entstanden. "It's not radical Islam that worries the US – it's independence",
schreibt Noam Chomsky treffend in einer Kolumne für die britische Zeitung Guardian.